Das Aderhautmelanom ist ein häufiger intraokulärer Tumor, der bei nicht rechtzeitiger Behandlung zu schwerwiegenden Konsequenzen führen kann. Während der Brachytherapie müssen Patient*innen in strikter Isolation verbleiben, was zu Einsamkeit, Ohnmachtsgefühlen, Stress und Langeweile führen kann.
Das Projekt ARUDIPA zielt darauf ab, Patient*innen in dieser belastenden Situation ein selbstbestimmtes, individualisiertes Unterhaltungsangebot bereitzustellen. Durch den Einsatz von leichten Augmented Reality (AR)-Videobrillen im Sonnenbrillenformat soll ein Rückzug aus dem Krankenhausumfeld ermöglicht und das subjektive Wohlbefinden gesteigert werden.
Im Gegensatz zu herkömmlichen VR-Headsets bieten AR-Videobrillen eine offene Gestaltung und geringere physische Präsenz, was das subjektive Sicherheitsempfinden stärken und Vorbehalte gegenüber einer vollständigen Abschottung mindern kann. Durch die intuitive Bedienung über das Smartphone können Patient*innen leicht auf ihre Lieblingsinhalte zugreifen und Abstand vom Klinikalltag nehmen.
Im ersten Schritt soll die Machbarkeit der Integration eines solchen Angebots im Klinikalltag untersucht werden.
Durch die Kombination von XR-Technologie und individualisierter Unterhaltung wollen wir ein Beitrag zur Steigerung des subjektiven Wohlbefindens und zur Minderung von emotionalen Belastungen von Patient*innen in der Augenklinik leisten.
Kooperationspartner
- Sozialdienst
- Tobias Kreitz
- Klinik für Augenheilkunde
- Stefan Kreis
- Dr. Andreas Foerster
- Zentrum für virtuelle und erweiterte Realität in der Medizin (ZvRM)
- Dr. Stefan Liszio
- Dr. Oliver Basu
- Dr. Bastian Dewitz
- Pflegedirektion, Entwicklung und Forschung in der Pflege
- Bernadette Hosters
Kontakt
virtuelle.realitaet@ume.de
Abbildung erstellt mit Leonardo.ai
